



Erste Ergebnisse der niederbayerischen Gymnasialstudie: Kultusminister Dr. Spaenle ermuntert Schulleitungen, Lehrer, Eltern und Akademie zur Weiterarbeit.
Mainburg. Gespannt und voller Erwartung waren die 6 Schulleitungen der niederbayerischen Gymnasien, die sich an der Studie MentalTOP „Übergänge erleichtern“ beteiligten, mit Elternvertretungen und Lehrern nach Mainburg in die Gesundheitsakademie gekommen. Einerseits wollten sie dem bayerischen Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle von den Erfahrungen bei der Durchführung des Projektes berichten, andererseits warteten sie selbst auch fieberhaft auf die ersten, exakten Ergebnisse der wissenschaftlichen Arbeit. Aufmerksamer Zuhörer der Veranstaltung war auch der für Gesundheit der bayerischen Schulen zuständige Ministerialrat Dr. Wolfgang Ellegast.
Kultusminister Spaenle, der vom Ministerialbeauftragten für die niederbayerischen Gymnasien Klaus Drauschke aus Landshut begrüßt wurde, erwies sich trotz der knappen Terminspanne als aufmerksamer Zuhörer für dieses Projekt, das mit starker Unterstützung des Landtagsabgeordneten Martin Neumeyer vor 4 Jahren an der Grundschule Volkenschwand mit großem Erfolg begonnen hatte. Martin Neumeyer, Hans und Marianne Dasch hatten es fertig gebracht, dass Mittel aus dem Kulturfondsprogramm der Staatsregierung über die Hopfenstadt nach Niederbayern flossen und so die wissenschaftliche Arbeit unter Leitung von Dr. Siegfried Lehrl / Uni Erlangen überhaupt ermöglichten.
Für die gleichzeitige Finanzhilfe des Karlsruher Unternehmens Dr. Willmar Schwabe bedankte sich die Akademie-Geschäftsführerin Marianne Dasch bei Dr. Volker von den Driesch im Beisein des Ministers sehr herzlich. Diese Förderung aus der Wirtschaft für die Schule wurde vom Kultusminister besonders gewürdigt. Auch der Ministerialbeauftragte für die Gymnasien in Niederbayern, Herr Ltd. OStD Klaus Drauschke erwartete mit Spannung die Auswertung der Messergebnisse. Mit großer Freude nahm er zur Kenntnis, dass sich die Leistungsfähigkeit des Arbeitsspeichers im Gehirn der Mädchen und Buben aus den 5. Klassen der 6 Gymnasien um über 30 % gesteigert hatte. „Angesichts der insgesamt noch relativ geringen Schulungsdauer der Lehrkräfte hat sich deren Engagement für die jungen Gymnasiasten sehr gelohnt.
Die in den 5. Klassen eingeführten Maßnahmen wie MAT-Übungen, Trinken, Essen, Bewegung, Visualpädagogik haben teilweise große Wirkung gezeigt und lassen bei systematischer Entwicklung und Durchführung für die 5-Klässler einen deutlich entspannteren Übergang von der Grundschule zum Gymnasium erwarten. Als nächster Schritt soll dieses Projekt auf eine breitere Basis gestellt werden. Dazu ist die Unterstützung des Kultusministeriums vonnöten“ so Ministerialbeauftragter Klaus Drauschke.
Im Verlauf der Studie wurden nicht nur die Schüler zu gehirngerechtem Essen und Trinken angeleitet, sondern auch die Eltern erhielten über Ernährungsberaterinnen entsprechende Tipps für zu Hause. Die Übungen zum Stärken der Aufmerksamkeit (Gehirn-Jogging) wurden von Dr. Lehrl und den Mitarbeiterinnen der Gesundheitsakademie eingeführt, während Klaus Drauschke die Lehrerschaften in Koordinationsbewegungen und Hans Dasch in Visualisierungstechniken einwiesen. Dr. Volker von den Driesch zeigte die Erfolge einer ähnlichen Studie mit Karlsruher Gymnasiasten und Möglichkeiten einer kompakten Weiterführung auf. Aus der Praxis im Schulalltag berichtete der Direktor des Zwieseler Sportgymnasiums OStD Hans-Werner Janda und stellte in seinem Begleitbericht die positive Erfahrungen mit MentalTop fest. Die Kinder der mit dem Projekt befassten Klassen seien mental wesentlich stabiler und leistungsorientierter. Stellvertretend für die Eltern berichtete eine Mutter über die positiven Auswirkungen auf ihre eigene Tochter, die mit weniger Stress und ohne Kopf- und Bauchschmerzen aus der Schule heimkehrt. Eine Lehrerin stellte ebenfalls deutliche Fortschritte fest, fügte jedoch den Wunsch nach mehr Zeit für MentalTop hinzu. Grundsätzliche Aussage und Apell der Schulleitungen an den Minister war: „wir wollen auf jeden Fall weitermachen!“ Ministerialrat Dr. Ellegast ermunterte die Schulen und Projektträger, sich nach Mittel und Wegen umzuschauen, um eine Fortsetzung und weitere Verbreitung von MentalTOP in den Schulen zu ermöglichen.
Marianne Dasch bedankte sich als Akademie-Geschäftsführerin für das finanzielle Engagement der Fa. Schwabe bei der Projektdurchführung. Kultusminister Dr. Spaenle zeigte sich begeistert von dem Projekt und ermunterte den Projektträger, die Mainburger Gesundheitsakademie, auf diesem Sektor weiterzuarbeiten und sich nach möglichen Sponsoren und Förderern aus der Wirtschaft umzusehen. Akademievorsitzender Martin Neumeyer hörte dies gerne, hatte der Landtagsabgeordnete doch den Besuch eingefädelt.



