MentalTop - Gehirntraining - Gehirnjogging - Geistig Fit - Mentales Training - Mentaltraining
MentalTop - Gehirntraining - Gehirnjogging - Geistig Fit - Mentales Training - Mentaltraining
MentalTop - Gehirntraining - Gehirnjogging - Geistig Fit - Mentales Training - Mentaltraining

Benutzeranmeldung

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Kennwort ein, um sich an der Web-Site anzumelden:

Anmelden

MentalTOP Gehirnjogging im Finanzamt

Finanzamt Kelheim beteiligte sich an Forschungsstudie zur mentalen Gesundheit

(Hallertauer Zeitung 12. Juli 2010)

Finanzbeamte sind grundsätzlich überdurchschnittlich intelligent, haben aber weniger Selbstvertrauen als der Bevölkerungsdurchschnitt. Die geistige Fitness und die mentale Gesundheit konnten durch gezielte Übungen, dem so genannten Mentalen Aktivierungstraining (MAT), während der 13-wöchigen Versuchsdauer signifikant verbessert werden. So die Ergebnisse einer Forschungsstudie, die Dr. Siegfried Lehrl, Diplompsychologe und Vorstand der Gesellschaft für Gehirntraining e.V., zusammen mit dem Neurologen Dr. Volker von den Driesch, Karlsruhe, und Marianne Dasch von der Gesundheitsakademie Mainburg nunmehr im Sitzungssaal des Finanzamts Kelheim präsentierten.

Geistige Fitness und psychische Stabilität sind auch für Finanzbeamte ent-scheidende Faktoren, um Leistungspotenziale im beruflichen Alltag besser ausschöpfen zu können. „Viele von uns wissen aus eigener Erfahrung, dass es mit zunehmendem Alter schwieriger wird, Neues zu lernen und sich permanent auf neue Situationen einzustellen. Das Durchschnittsalter an unserem Amt beträgt mittlerweile 52 Jahre - und nimmt wegen fehlender Personalzuführungen in der jüngeren Altersgruppe kontinuierlich zu“, so Amtsleiter Dieter Baumann vom Finanzamt Kelheim.

Mitarbeiter des Finanzamts Kelheim

Hinzu kämen die ständigen Änderungen am Steuerrecht, die obendrein juristisch-handwerklich oft schlecht gemacht seien, und in die dadurch ausgelöste große Flut an Rechtsprechung, die die Beschäftigten an den Ämtern laufend zu verarbeiten hätten. Vor diesem Hintergrund verfolgt der neue Behördenchef seit seinem Amtsantritt vor zwei Jahren sämtliche Möglichkeiten der betrieblichen Gesund-heitsförderung mit Nachdruck. Mit breiter Zustimmung seiner Mitarbeiter nutzte er die vom örtlichen AOK-Direktor Walter Zepf und Frau Dasch vermittelte Gelegenheit, sich mit 46 Freiwilligen der Zielgruppe „50plus“ seiner Dienststelle an einer wissenschaftlichen Studie zur Erforschung von Möglichkeiten zur Steigerung der individuellen Leistungsfähigkeit des Gehirns und der emotionalen Belastbarkeit in Stresssituationen zu beteiligen.

Das Projekt in der Trägerschaft der Gesundheitsakademie Mainburg wurde finanziell unterstützt und wissenschaftlich begleitet durch die Gesellschaft für Gehirntraining und dem weltweit führenden Pharmahersteller für pflanzliche Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel, der Firma Dr. Willmar Schwabe aus Karlsruhe. Im Rahmen einer Einführungsveranstaltung wurden die Teil-nehmer in die Grundlagen der informationspsychologisch und hirnbiologisch messbaren Vorgänge bei der Informationsverarbeitung im menschlichen Gehirn eingewiesen.

Nach einer Messung des Ist-Zustandes im Oktober vergangenen Jahres untersuchten die Wissenschaftler in den anschließen-den Wochen in verschiedenen Testphasen bis Ende Januar dieses Jahres, wie sich durch gezielte Übungen des Mentalen Aktivierungstrainings das mentale Durchhaltevermögen, die schnellere Informationsverarbeitung im Gehirn, eine größere Menge an verarbeiteten Informationen, die individuelle Merkspanne und das Grundgedächtnis verbessern lassen und ob damit einhergehend das Selbstvertrauen (Selbstwirksamkeitserwartung) der Proban-den steigt. Das nunmehr bekannt gewordene Ergebnis bestätigte die Erwartungen: Die Kapazität des Arbeitsspeichers im Gehirn ließ sich durchschnittlich um 18,8 Prozent steigern, wobei der größte Zuwachs schon nach drei Wochen seit Beginn des Trainings festzustellen war. Das Selbstvertrauen der Teilnehmer entwickelte sich in den ersten drei Wochen ebenfalls deutlich über die im allgemeinen Bevölkerungsdurchschnitt gemessenen Werte hin-aus, ließ sich jedoch im Gegensatz zu den Ergebnissen bei anderen Berufs-gruppen im weiteren Verlauf der Untersuchungen nicht steigern.

Josef Fischer (45) vom Personalrat des Finanzamtes ist von der insgesamt positiven Wirkung der einfachen und kurzen Übungen zum Mentalen Aktivie-rungstraining überzeugt und bringt seine Meinung so auf den Punkt: „Das menschliche Gehirn funktioniert halt auch nicht wesentlich anders als ein Muskel und der menschliche Körper insgesamt: In der Jugend ist er leistungsfähiger als im Alter, aber durch gezieltes Training und Begleitmaßnahmen wie richtiges Essen und Trinken und körperliche Betätigung lassen sich spürbare Verbesserungen erreichen, so dass man dem Alterungsprozess durchaus entgegen wirken kann.

Wir vom Personalrat wollen in dieser Angelegenheit auf jeden Fall weiter am Ball bleiben und begleitende Maßnahmen zur Förderung der mentalen Gesundheit anbieten.“ Kostenlose Kurse und Vorträge, die Marianne Dasch von der Gesundheitsakademie als Dank für die Teilnahme an der Studie vermittelte, wurden bereits mit großem Interesse zu den Themen Säure-Basen-Haushalt, Karate, Nordic Walking, Mentales Aktivierungstraining, Positives Lebensmanagement und Yoga durchgeführt.

Für die in Kelheim präsentierten Forschungsergebnisse interessierten sich auch Vertreter aus dem Personalreferat des Bayerischen Landesamtes für Steuern, das einen Personalkörper von 19.000 Mitarbeiterinnen und Mitar-beitern in der Bayerischen Steuerverwaltung steuert, und AOK-Direktor Walter Zepf. Finanzamtsleiter Baumann geht davon aus, dass die Erkenntnisse aus diesem Pilotprojekt auch in anderen Betrieben und Behörden einsetzbar sind und das Projekt Nachahmung finden wird.